Wirtschafts- und Organisationsdemokratie

Was wollen wir wie wozu produzieren – Und wer entscheidet darüber?

Unsere Bildungsangebote eröffnen Räume, um zu verstehen und zu erproben, wie Wirtschaft demokratischer gestaltet werden kann. Ausgangspunkt ist das Konzept der Wirtschafts- und Organisationsdemokratie: die Idee, dass wirtschaftliche Entwicklung politisch und demokratisch gesteuert werden sollte – orientiert an gesellschaftlichen Zielen und unter wesentlicher Beteiligung der Produzent*innen. Dahinter steht die Annahme, dass ein gutes Leben innerhalb planetarer Grenzen nicht durch profitgetriebene Unternehmen erreicht wird, sondern durch die Demokratisierung wirtschaftlicher Macht. Zugleich betont das Konzept, dass eine Demokratie unvollständig bleibt, solange zentrale Fragen wie das Was, Wie und Wofür der Produktion nicht demokratisch entschieden werden.

In Vorträgen, Workshops und Lehrveranstaltungen vermitteln wir theoretische Grundlagen, historische Wurzeln und aktuelle Modelle der Wirtschafts- und Organisationsdemokratie. Wir diskutieren und reflektieren u.a. Konzepte wie Unternehmensräte, Vergesellschaftung und demokratische Planung. Praxisbeispiele helfen dabei, Chancen, Herausforderungen und konkrete Ansätze sichtbar zu machen, wie Organisationen und Wirtschaftsstrukturen demokratischer gestaltet werden können.

Worauf du in unseren Bildungsangeboten bauen kannst

  • Verständnis für demokratisches Wirtschaften entwickeln: Du reflektierst bestehende Wirtschaftsstrukturen kritisch, lernst ihre Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt kennen und entdeckst alternative Modelle jenseits des Kapitalismus, die Bedürfnisbefriedigung statt Profitmaximierung anstreben.
  • Kritische Reflexion fördern: Unsere Formate regen dazu an, gängige Wirtschaftslogiken zu hinterfragen und alternative, emanzipatorische Modelle zu diskutieren.
  • Praxisnahe Lösungsansätze erproben: Anhand konkreter Beispiele aus Organisationen und Betrieben können Teilnehmer*innen eigene Ideen entwickeln und erproben.
  • Handlungsfähigkeit in Organisationen stärken: Wir zeigen Wege auf, demokratische Prinzipien praktisch umzusetzen – z. B. durch Vergesellschaftung ,Unternehmensräte oder Commoning.
  • Netzwerke für transformative Praxis aufbauen: In Workshops und Seminaren entsteht Raum für Austausch, Kooperation und die gemeinsame Weiterentwicklung demokratischer Strukturen.

Angebote

Unsere Preisgestaltung orientiert sich am jeweiligen Umfang und Bedarf des Auftrags. Da Ressourcen und Möglichkeiten sehr unterschiedlich sein können, finden wir für jedes Vorhaben eine passende Lösung. Wenn finanzielle Mittel begrenzt sind, sprich uns gerne an – gemeinsam finden wir ein Modell, das für alle Seiten gut funktioniert.

Modul 1

Wirtschaftsdemokratie

Das Format vermittelt das Konzept der Wirtschaftsdemokratie, also die Idee, Wirtschaft und Unternehmen demokratisch zu steuern und ihre Entwicklung an gesellschaftlichen Zielen auszurichten. Wir werfen einen Blick auf historische Ursprünge, zum Beispiel die rätedemokratischen Debatten oder den Meidner-Plan, und stellen aktuelle Ansätze wie Mitbestimmung, Gemeineigentum und demokratische Planung vor. Dabei lernst du das Drei-Ebenen-Modell kennen und erfährst, wie Konzepte von Wirtschaftsdemokratie auf gesamtwirtschaftlicher Ebene gestaltet werden können.

Modul 2

Organisationsdemokratie

Im Vortrag/Seminar führen wir in zentrale Konzepte der Organisationsdemokratie ein und diskutieren, wie Organisationen demokratischer gestaltet werden können. Vorgestellt und diskutiert werden u.a. Modelle wie Genossenschaften, neutralisiertes Kapital, Unternehmensräte, Soziokratie und Commoning. Anhand praktischer Beispiele reflektieren zudem wir deren Chancen und Herausforderungen. Diese dienen als Anknüpfungspunkte, um konkrete Gestaltungsoptionen für eine Demokratisierung der eigenen Organisation sichtbar zu machen.

Modul 3

Wirtschafts- und Organisationsdemokratie

Im Rahmen des Seminars untersuchen wir, wie Demokratie über die politische Sphäre hinaus auch in der Wirtschaft verankert werden kann. Neben theoretischen Grundlagen werden historische Ideen und aktuelle Konzepte der Wirtschaftsdemokratie vorgestellt. Auf der Basis des Drei-Ebenen-Modells der Wirtschaftsdemokratie stehen Ansätze wie demokratische Planung, regionale Transformationsräte sowie Organisationsmodelle wie Unternehmensräte und neutralisiertes Kapital im Fokus. Diverse Praxisbeispiele und theoretische Arbeiten liefern Impulse für neue Formen demokratischer Unternehmens- und Wirtschaftsgestaltung.


ÜBER UNSERE ARBEIT

Referenzen

  • „Das Seminar zu ‚Workplace democracy‘ von HMP war eine Bereicherung für unser Introduction to Pluralist Economics Modul da sie sehr gut die Betriebswirtschafliche mit der Volkswirschtschaflichen Ebene verbinden konnten. Die Zusammenarbeit lief gut und die Referenten Philip und Michael haben mit fachlicher Tiefe und abwechslungsreichen Lehrmethoden überzeugt.“

    Ioannis Theocharis  inhaltlicher Koordinator des Moduls Introduction to Pluralist Economics an der Karlshochschule

  • „Die Bildungsworkshops von HMP – etwa zur Gemeinwohl-Ökonomie oder Wirtschaftsdemokratie – bei uns an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin sind eine große Bereicherung. Sie sind theoretisch fundiert, praxisnah und didaktisch durchdacht und bieten den Studierenden damit neue, innovative Perspektiven auf Nachhaltigkeitsthemen.“

    Valentin Sagvosdkin, Doktorand an der HTW Berlin